Rüflensmühle

Rüflensmühle

Sonntag, 29. Dezember 2013

Kleines Zwischenfazit und ein großes Dankeschön für das Interesse, an Sie liebe Leser und einen guten Rutsch ins Jahr 2014!!

Bei rund 700-1.000 Seitenaufrufen aus ganz Deutschland jeden Monat (!) ist das Interesse am Schicksal der Rüflensmühle weiter ungebrochen hoch. Deshalb möchte ich heute einmal mehr Danke sagen. Ohne die große öffentliche Aufmerksamkeit wäre es sicher nicht möglich gewesen beim Wasserverband Murrtal ein Umdenken zu erreichen, Danke liebe Leser!!

Anfang 2010 hat das Thema Hochwasserschutz mit einem Termin in Backnang für mich begonnen. Damals habe ich in der öffentlichen Sitzung eine Zusammenarbeit angeboten. Ja sogar den Vorschlag unterbreitet, dass ich auch an Lösungen für das Becken mitarbeiten würde, die eine komplette Änderung der Stauhaltung beinhalten d. h. ich neuen Lösungen nicht im Wege stehe, solange ich meine Wasserkraftanlage weiter betreiben kann.

Im März 2010 habe ich den Bürgermeistern Dr. Strobel (damals Murrhardt) und Steffen Jäger meine Ausbauplanung vorgestellt. Herr Dr. Strobel redet damals noch von einer möglichen "Win Win Situation".

Im April 2011 habe ich dann die Grundlage der Variante 3K und der heutigen Variante 3c mit dem Antrag auf den Ausbau meiner Anlage dem LRA Rems-Murr-Kreis schriftlich vorgeschlagen.

Im November 2011 gab es einen großen Vorort Termin mit Landratsamt, Regierungspräsidium, Vertretern der Gemeinde Oppenweiler und des Wasserverbandes. Damals hat man mir von Seiten des Verbandes mitgeteilt, dass man das Becken vergrößern will und mein Wasserrecht entfallen soll. Dies habe ich eher durch Zufall damals überhaupt erst erfahren. Im gleichen Monat dann auch der erste Zeitungsbeitrag über uns in der Backnanger Zeitung. Diesem sollte noch viele viele weitere folgen.

Im April 2012 haben wir dann schließlich die private Rückhaltebeckenvariante 3K der Öffentlichkeit bei einer Veranstaltung des BUND vorgestellt.

Im Juni 2013 wurde dann die Variante 3K in der renommierten Fachzeitschrift Bautechnik im deutschsprachigen Raum vorgestellt.

Erst im Oktober 2013 dann das Einlenken des Verbandes und im Dezember erneut ein Vorort Termin mit LRA und RP.

Stand heute geht es um die Finanzierung der Integration der Wasserkraftanlage. Ich vertrete die Ansicht, dass ich das Rückhaltebecken nicht brauche - sondern die Allgemeinheit d. h. der Wasserverband alles so zu bauen hat, dass mir keine Nachteile zum Vorteil der Anderen entstehen, man wirft mir dann zwar gerne vor, dass ich Verantwortung für die Allgemeinheit zu tragen hätte, man sehe mir aber nach, dass diese auch bei mir Grenzen hat. Dies wird sicher noch zu weiteren Diskussionen führen, da man die Ansicht vertritt, dass ich mich finanziell im großen Umfang zu beteiligen habe, obwohl ich vor langer Zeit bereits eine Beteiligung von 50.000 Euro angeboten habe.

Lieber Leser, ich denke, dass sich keiner vorstellen kann, wie es ist so eine Auseinandersetzung nahezu alleine gegen die öffentliche Verwaltung zu führen. Ich wünsche es niemandem, dass er jemals in eine vergleichbare Lebenssituation kommt - wie meine letzten Jahre. So eine Erfahrung verändert einen auch persönlich und menschlich extrem. Wenn ich denke, dass ich bei meinem ersten Leserbrief nicht geschlafen habe und am Ende sogar ein Radiointerview geben durfte über das Thema, hat sich vieles verändert. Man wird  ungewollt bekannt, öffentlich angegriffen, beschimpft und beleidigt erhält aber auch oft Zuspruch, weil viele Mitbürger meinen Blog und die Pressebereichte mitverfolgen. Das Foto zeigt einmal die ganzen Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Fachzeitschriften der letzten Jahre, so etwas braucht wirklich kein Mensch!


 In jeder Tageszeitung auf dem Haufen ein Beitrag - da kommt in 2 Jahren einiges zusammen...

Deshalb heute nochmal Danke!! Ohne die große öffentliche Anteilnahme wäre dieser enorme Druck der auf mir lastet nicht durchzustehen. Ich werde aber weiter für den Erhalt der Rüflensmühle einstehen. Dass ich dies mit allen Konsequenzen tun werde, hat sich heute vermutlich bis in die höchsten Ebenen der Verwaltung herumgesprochen. Ich wünsche mir für das Jahr 2014, dass ich irgendwann berichten kann, dass die Problematik einvernehmlich nach 4 Jahren geregelt werden konnte.

Liebe Leser: wir als Wähler haben es in der Hand, ob so ein politisches System mit der Macht einzelner Zukunft hat oder nicht. Wir Bürger müssen wieder mehr für unsere Rechte selber einstehen und nicht alles nur der Verwaltung und der Politik überlassen! Sonst werden wir eines Tages nur noch Steuern und Abgaben bezahlen und nur noch tun was Einzelne wenige wollen...

Auch auf das Rechtssystem und die Gerichte sollte man sich nicht verlassen, denn Rechststaat und Gerichte sind unglaublich teuer. Nicht umsonst vertritt die Verwaltung und die Politik die Meinung, dass wir Bürger ja klagen können für unsere Rechte. Damit Sie, liebe Leser, einmal eine Vorstellung der Kosten bekommen: bei mir und Familie Lind sind bis heute 14.000 Euro an Anwaltskosten aufgelaufen, es gab noch nicht einmal einen Gerichtstermin! Und zusätzlich rund 10.000 Euro für Fachgutachten. Soviel zum Rechtsstaat und einer Klagemöglichkeit.... 

Als kleines PS, das ehemalige Grundstück der Familie Lind wird derzeit - nach dem Verkauf an die Gemeinde Oppenweiler - ebenfalls "umgestaltet". Der ganze alte Baumbetand und die wunerschöne Hecke wurden komplett plattgemacht....

alles kahl und leer....

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